Energieausweis beim Hausverkauf Die wichtigsten Details
Ein Artikel von Arthur Ten -
Immobilienmakler aus Wuppertal
Ein Artikel von Arthur Ten - Immobilienmakler aus Wuppertal
Eisenhans - stock.adobe
Ein gültiger Energieausweis ist verpflichtend. Seit 2015 drohen Strafen, wenn bei Besichtigungen kein gültiger Ausweis vorliegt. Hier können Geldbußen in Höhe von bis zu 15000 Euro fällig werden.
Was ist ein Energieausweis?
Ein Energieausweis dokumentiert den energetischen Standard einer Immobilie. Bei dem Ausweis handelt es sich um ein mehrseitiges Dokument. Ihm sind die Daten über die Verbrauchswerte und über den angenommenen benötigten Energiebedarf der Immobilie zu entnehmen. Einen Energieausweis erhält man entweder in Form eines Bedarfs- oder Verbrauchsausweises. Eigentümer von Gewerbeimmobilien dürfen hier zwischen den beiden Ausweisen wählen.

Der Energieausweis muss folgende Informationen enthalten:
-       Art des Energieausweises
-       Auszug aus dem Energieausweis über den Energiebedarf und-verbrauch in Kwh je m²
-       Heizungsart
-       Baujahr
-       Energieeffizienzklasse

Beide Ausweise erhält man beim Energieversorger. Für den beim Immobilienverkauf benötigten Ausweis gelten je nach Bundesland andere Regelungen. Somit sind unterschiedliche Behörden zuständig wie die Bauaufsichtsbehörde, der Energieversorger oder das örtliche Bauordnungsamt. Ein Gutachter ist für die Erstellung des Energieausweises zuständig und kann frei gewählt werden. Verbrauchsausweise können sogar online angefordert werden, wenn dafür die Nachweise über den Verbrauch der letzten drei Abrechnungsperioden vorgelegt werden.

Im Gegenteil zum Verbrauchsausweis, muss für die Erstellung des Bedarfsausweises ein fachmännischer, zugelassener Gutachter zur Rate gezogen werden. Dies könnten Schornsteinfeger, Heizungsbauer, Bauingenieure, Statiker, Architekten oder Techniker aus dem Hochbau erledigen.

Den Bedarfsausweis erhält man gegen Vorlage von Dokumenten, die Informationen über folgende Punkte enthalten:

-       Baujahr des Gebäudes
-       Anschrift des Gebäudes
-       Grundrisspläne, Ansichten und Schnitte inklusive der Fensterabmessungen
-       Bei Sanierungen: nähere Angaben zum Umfang und zum Jahr
-       Nutzung des Gebäudes
-       Qualität der Bauteile (Außenwände, Art der Fenster, Dachdämmung)
-       Eingebaute Energieträger und Heizflächen, weitere Infos zu Heizungsanlage und Technik
-       Art und Menge der Beleuchtung für jeden einzelnen Raum
-       Angabe über Lüftung (und Klimaanlagen)

Den Verbrauchsausweis erhält man gegen Vorlage von Dokumenten, die Informationen über folgende Punkte enthalten:
-       Die Energieabrechnungen für Warmwasser und Heizung für mindestens drei Jahre.
-       Lückenlose Daten über den Stromverbrauch (ebenfalls über drei Jahre) für alle Nutzungseinheiten.
Wann muss er vorlegt werden?
Der Energieausweis muss dem Interessenten bei einer Besichtigung vorliegen, um diesem den energetischen Zustand der Immobilie zu beweisen.  Ebenfalls beim Verkauf von allen Gebäuden, die nicht dem Denkmalschutz unterliegen, ist die Vorlage des Ausweises Pflicht. In Frage kommen entweder der Bedarfs- oder der Verbrauchsausweis. Der Eigentümer von Gewerbeimmobilien kann hier frei wählen. Jedenfalls ein Ausweis der beiden muss zwingend vorliegen.
Was ist der Unterschied zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis?
Den Bedarfsausweis benötigt man für Gebäude, die noch vor der Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut wurden und weniger als fünf Wohneinheiten besitzen. Den Verbrauchsausweis benötigt man für Mehrfamilienhäuser mit mindestens 5 Wohneinheiten und für Häuser, bei denen die Wärmeschutzverordnung von 1977 eingehalten wird.
Was kostet ein Energieausweis?
Die Kosten für einen Energieausweis können sich bis zu einer Höhe von 500 Euro belaufen.Im Falle des Verbrauchsausweises können bis zu 100 Euro und bei Beantragung des Bedarfsausweises können es bis zu 500 Euro werden. Die Kosten variieren aufgrund der unterschiedlichen Komplexität der baulichen bzw. heiztechnischen Situation.
Der Energieausweis ist 10 Jahre gültig, was die Anschaffungskosten über die komplette Zeit gesehen, erträglicher macht.
Wird die Immobilie in dieser Zeit allerdings saniert, muss nach Fertigstellung ein neuer Ausweis beantragt werden, um den aktuellen Stand der Immobilie neu auszuweisen, damit potenzielle Käufer auf dem neusten Stand sind. Die Kosten trägt grundsätzlich der Verkäufer der Immobilie.
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag nur, wenn der Energieausweis vorgelegt und übergeben wurde. Die Übergabe ist öffentlich-rechtlich verpflichtend. Bei Nicht-Übergabe drohen hohe Strafen.

Nicht benötigt wird ein Energieausweis bei kleinen Gebäuden mit weniger als 50 m² Nutzfläche, bei Baudenkmälern, bei Ferienhäusern oder bei Gebäuden mit besonderer Nutzung (Ställe oder Werkstätten).
Arthur Ten ist gelernter Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Seit über 15 Jahren vermittelt er bereits mit Leidenschaft und Erfolg Immobilien. Durch seine langjährige Erfahrung weiß er genau, wie auch schwierige Immobilien in jeder Lebenslage verkauft werden können.
Geschrieben von
Arthur Ten
Immobilienmakler aus
Wuppertal & Umgebung
0202-258584024
0176-55858799
Immobilienverkauf:
Kostenlose Checkliste herunterladen
Überlassen Sie beim Immobilienverkauf nichts dem Zufall! Unsere kostenlose Checkliste zum Immobilienverkauf führt Sie Schritt für Schritt durch den Verkauf.
Vielen Dank! Wir haben Ihre Anfrage erhalten und melden uns in Kürze.
Oops! Bitte versuchen Sie es erneut.
©2020 Ten Immobilien - Alle Rechte vorbehalten